Dezember 2020 Zur Online-Version
Auf und Ab
Sommerzeit die 31ste



Liebe(r) Bernd Heinle,

2020 war für Dich/Euch bestimmt ein Jahr mit vielen Höhen und Tiefen. Auch in Japan gab es manche Aufs und Abs. Z.B. der Rücktritt des Premierministers, eine Wirtschaftslage, in der es eher abwärts, wie aufwärts geht und natürlich Corona-Zahlen, die hoch und runter gehen.
Wie gut, dass wir mitten in diesen Wellen in Jesus einen sicheren Hafen haben, den wir jederzeit anlaufen dürfen.
In dieser Sommerzeit möchten wir euch zum Jahresende noch einen kleinen Einblick in unsere persönlichen Aufs und Abs der letzten Monate geben. Aus Datenschutzgründen mussten wir für unsere Sommerzeit ein neues Format verwenden. Vielen Dank, dass ihr euch in die Empfängerliste eingetragen habt und weiter über unser Leben und unsere Arbeit in Japan informiert bleiben wollt.
Bitte verzeiht, falls bei der ersten Sommerzeit dieser Art noch nicht alles passt. 


Japanische Fischerboote im sicheren Hafen

ABschied
Ende Juli war für mich, Lothar, die offizielle Zeit in der Hongodai Christ Church zu Ende.
Die letzten Wochen in der Gemeinde waren noch einmal sehr intensiv. Mit der Jugendgruppe Lanway haben wir eine Vision und Strategie für die nächsten Jahre entwickelt, eine Abschiedspredigt stand auf dem Programm und einige Mitarbeiter kämpften, bzw. kämpfen noch immer mit tiefen Glaubenskrisen.
Der Abschied war mit einigen Abschiedsfeiern und natürlich vielen Emotionen verbunden. Die letzten Jahre waren sehr prägend für uns als ganze Familie und die Menschen sind uns sehr ans Herz gewachsen. Gemeinsam haben wir sehr viel Schönes und auch Trauriges erlebt. Es gab Höhepunkte wie z.B. die Taufen von Len und unseren Freunden. Aber auch Tiefpunkte, wie die plötzlichen Tode von unserem Missionarskollegen Gerd Strauss oder unserem Mitarbeiter Keita haben uns tief geprägt.
Auch wenn ich nun nicht mehr offiziell in der Kirche arbeite, werden wir trotzdem noch bis Mai nächsten Jahres hier wohnen. So lange werden wir noch den Kindergottesdienst besuchen, weiter Leuten begleiten oder  bei verschiedenen Veranstaltungen mithelfen, wie z.B. bei zwei Weihnachtsmärkten(s.u.).
Der "große Abschied" als ganze Familie steht dann nächstes Jahr an. 
Die letzten Jahre in Hongodai wären auch ohne eure Unterstützung nicht möglich gewesen. Herzlichen Dank dafür.

Und schon zum Vormerken: Voraussichtlich werden wir von Ende Mai bis Ende August für einen kurzen Heimataufenthalt nach Deutschland kommen. Durch Corona ist natürlich noch vieles unsicher, aber wer uns gerne zu einem Vortrag über unsere Arbeit in Japan einladen möchte, der darf sich gerne direkt an Renate Anderson von der Liebenzeller Mission wenden.  
Renate Anderson
Telefon (0 70 52) 17-108
Email: renate.anderson@liebenzell.org

Trotz Corona konnten wir vor Weihnachten zwei Weihnachtsmärkte durchführen.
Besonders gefreut hat uns, dass einige Freunde aus dem Kindergarten gekommen sind.

Ein Hingucker war die Beleuchtung. Von einer Geschäftsauflösung haben wir kurz vor dem Weihnachtsmarkt noch ca. 700m Lichterketten ergattern können. 
AUFtrag
Wie oben beschrieben, ist unsere Arbeit in Hongodai noch nicht ganz vorbei. Im Missionsbefehl gibt Jesus nicht nur den Auftrag zu taufen, sondern auch Menschen zu Jüngern zu machen. Das tut Tabea gerade vor allem dadurch, dass sie bei einem Alphakurs mithilft. An dem Kurs nehmen zwei Freundinnen, die sich an Ostern taufen ließen und zwei weitere interessierte Person teil.
Darüber hinaus kümmert sich Tabea intensiv um einige weitere Personen aus unserem Bekanntenkreis.
Anfang November hatte sie die Ehre, bei der Hochzeit einer guten Freundin, eine Ansprache zu halten. Das Brautpaar und die Gäste waren von den sehr persönlichen und liebevollen Worten sehr bewegt. Normalerweise werden solche Reden recht oberflächlich gehalten.

Hochzeitsansprache von Tabea.
AB nach Japan
Impact Team Japan

Nach meinem Abschied aus Hongodai stand gemeinsam mit Missionar Torsten Kliem von der Organisation MT:28 die Vorbereitung eines Impact Einsatzes an. Lange war unklar, ob der Einsatz wirklich stattfinden kann. Die Visa-Situation sah da eher schlecht aus. Aber Gott hat Wege, wo wir selbst keine sehen. Überraschenderweise wurde der Visaantrag für die 6 jungen Leute genehmigt und so hieß es dann doch sehr spontan: "Auf nach Japan." Nach einigen Coronatests, etlichen Formalitäten und einem versehntlich ausgelösten Sprengstoffalarm konnte das Team am zweiten November schließlich nach Japan einreisen. Mit ihrer Unterkunft, dem Schülerheim der Liebenzeller Mission, konnten sie sich während der zweiwöchigen Quarantänezeit schon gut vertraut machen und sich als Team besser kennenlernen.
Wenn möglich, unterstützen wir Gemeinden, haben Einheiten zum Thema Jüngerschaft oder unternehmen Ausflüge. Da hier die Corona-Situation noch nicht so schlimm ist, konnte das Team sogar bei einem größeren Festival mit 700 Besuchern an der Westküste Japans mithelfen. Auch bei zwei Weihnachtsmärkten waren sie mit ihrer Kompetenz beim Waffeln backen eine grosse Unterstützung. Bisher ist geplant, dass das Team am 21. Januar wieder zurückfliegt. Wir sind sehr gespannt, was Gott in dieser Zeit noch für uns bereithält.


Festival-Einsatz in Ishikawa.


Weihnachtsmarkt in Hongodai.
AB und zu...
...schreiben wir auch Artikel für die Publikationen der Liebenzeller Mission. Diesmal für das Missionsmagazin "Mission weltweit" zum Thema Erfolg/Misserfolg. Unter folgendem Link gelangt ihr zum Medienangebot der Liebenzeller Mission.
www.liebenzell.org/mw-online
Unter der Rubrik "Mission weltweit findet ihr die aktuelle Ausgabe mit dem Artikel. 
Wer "Mission weltweit" noch nicht bekommt, sie aber regelmäßig beziehen möchte(kostenlos und unverbindlich), kann entweder online das Bestellformular ausfüllen oder eine Mail an material@liebenzell.org schreiben.
Zwei kleine Aufs und Abs zum Schluß

ABschied vom Gold-Führerschein
In Japan gibt es Führerscheine in den Farben Grün, Blau und Gold. Als Fahranfänger fährt man grün, ein paar Jahre später blau und wenn man sich 5 Jahre nichts zu Schulden kommen lassen hat, dann bekommt man Gold.
Je nach Farbe wird dann z.B. die Autoversicherung günstiger oder teurer. Da ich vor 5 Jahren über eine durchgezogene Linie gefahren bin, wurde ich nun wieder auf blau heruntergestuft. :(


AUFspannen
Das ist eine kleine Vermietstation für Regenschirme an einem Bahnhof.
Wie gut, dass Gottes Schirm immer aufgespannt ist (Ps 91,1-2) und man keine Leihgebühr zahlen muss.

Wir danken euch von Herzen für Euer Interesse und alle Unterstützung in diesem Jahr mit vielen Aufs und Abs. Einen guten Start in 2021 und Gottes Segen wünschen Euch

Eure Sommers in Japan





Danke, wenn Du für uns betest:

Dank:
-
für die letzten vier Jahre in Hongodai
Am 28. Dezember jährte sich unsere Erstausreise nach Japan zum 12. Mal. Insgesamt mehr als sechs Jahre davon durften wir in Hongodai mitarbeiten.

- für die Menschen, die unsere Zeit in Japan bisher bereichert haben

- für ein tolles Impact Team, dem Jesus die Türen nach Japan geöffnet hat

- für die Veranstaltungen, die wir trotz Corona durchführen konnten

Bitte:
- für unsere Freunde und Bekannten, die wir bald zurücklassen müssen.

- für alle Vorbereitungen für unseren Umzug und den Heimataufenthalt

- für unser Impact Team

- Für unsere persönliche Spendensituation und die, der Liebenzeller Mission

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem HERRN: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.Psalm 91,1-2





Herzlichen Dank, für alle finanzielle Unterstützung:

LM gGmbH
IBAN: DE27 6665 0085 0003 3002 34 · BIC: PZHSDE66XXX
Verwendungszweck:
3754 Arbeit Lothar & Tabea Sommer

Tipp: Deine Spende kannst Du steuerlich absetzen.



Unsere Adresse in Japan:
Lothar & Tabea Sommer
244-0816 Yokohama-shi
Totsuka-ku
Kamikuratacho 259-9-106
Japan

Email: lothar.sommer@liebenzell.org
Blog: schapaener.blogspot.com



Mehr Hintergrundinfos zu meinem Einsatzland unter www.liebenzell.org/mission/laender
Basisinfos zu mir und meiner Arbeit www.liebenzell.org/mission/missionare


Du kennst jemanden, der auch bei der Liebenzeller Mission mitarbeiten will?


Die Liebenzeller Mission ist eine evangelische Missionsgesellschaft. Sie arbeitet als freies Werk weltweit in überkonfessionellen Partnerschaften. Unter dem Motto „Mit Gott von Mensch zu Mensch“ sind ca. 230 Mitarbeiter in 22 Ländern eingesetzt: Diese gründen christliche Gemeinden, bilden aus, sind in sozialen Projekten tätig und helfen in akuten Notlagen. Als gemeinnützige Organisation finanziert sich die Liebenzeller Mission vor allem durch Spenden.








Copyright 2020 by Liebenzeller Mission gemeinnützige GmbH
Liobastraße 17 | 75378 Bad Liebenzell | Telefon 07052 17- 0

Liebe(r) Bernd Heinle. Du bist mit folgender E-Mail Adresse bei uns registriert: BerndHeinle@web.de. Du erhältst diesen Newsletter, da Du Interesse an der Missionsarbeit der Liebenzeller Mission bekundet hast.